Aber zuerst… Was Sie beim Wandern NICHT tragen sollten
Beginnen wir mit dem, was Sie beim Wandern besser nicht tragen sollten. Ein alter Kollege erzählte mir einmal von einem Rucksack-Trip mit seiner Frau. Nach einem Tag voller Anstrengung und Schweiß krochen sie in ihr Zelt, doch seine Frau konnte vor Kälte nicht aufhören zu zittern.
Das ergab keinen Sinn: Sie trug eigentlich geeignete Kleidung für kühles Wetter, nämlich Merinowolle. Dann stellte sie fest, dass ihr BH aus Baumwolle war und den gesamten Schweiß des Tages aufgesogen hatte.

Was ist die Lehre daraus? Ungeeignete Kleidung beim Wandern kann zu ernsthaften Problemen führen.
Baumwolle: Baumwolle ist ein hydrophiler Stoff, das heißt, sie saugt Wasser auf. Deshalb gehört sie zu den Materialien, die Sie beim Wandern unbedingt vermeiden sollten. Unsere Küchentücher bestehen aus diesem Stoff, weil sie Wasser aufsaugen sollen, und unsere Sweatshirts sind aus Baumwolle, weil sie kuschelig warm sind. Aber sobald Baumwolle feucht wird, saugt sie sich voll und braucht Stunden zum Trocknen.
Denim: Denim wird aus dickem Baumwollgarn hergestellt. Daher verursacht das Tragen von Jeans beim Wandern dieselben Probleme wie jedes andere Kleidungsstück aus Baumwolle. Es saugt Feuchtigkeit auf und lässt Sie nass, kalt und unfähig, sich wieder aufzuwärmen, zurück.
Wie wählt man die richtige Wanderbekleidung aus?
Es ist wichtig zu beachten, dass die Temperatur an Ihrem Ziel variieren kann. Achten Sie daher bei der Vorbereitung Ihrer Wandergarderobe genau auf den Standort.

Das Zwiebelprinzip: Die Chancen stehen gut, dass Sie bei kühlerem Wetter starten, sich beim Aufstieg aufwärmen und beim Abstieg wieder abkühlen. Sie benötigen Schichten, die sich den wechselnden Temperaturen im Laufe des Tages anpassen.
Komfort ist entscheidend: Sie möchten Kleidung, die Sie bei Bewegungen auf unebenem Gelände, über Geröll oder Baumwurzeln nicht einschränkt. Probieren Sie verschiedene Stile und Schnitte aus, um die Kleidung zu finden, die am besten zu Ihrem Körperbau passt.
Bereiten Sie sich auf das Wetter vor: Bergregionen sind für ihr wechselhaftes Wetter bekannt. 30 % Regenwahrscheinlichkeit? Nehmen Sie wasserdichte Schichten mit!
Lieber zu viel als zu wenig: Wir sind uns wohl alle einig, dass es besser ist, eine Schicht zu viel als zu wenig dabei zu haben. Niemand möchte auf dem Gipfel stehen und seine Finger nicht mehr spüren. Packen Sie ein zusätzliches Paar Handschuhe oder Handwärmer ein. Sie werden es nicht bereuen, gut vorbereitet zu sein.
Den richtigen Stoff für Ihre Wanderkleidung wählen
Wolle: Wolle vom Schaf ist das Material der Wahl für Outdoor-Fans. Wolle hat sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Früher kratzte sie und war unangenehm auf der Haut. Heute ist sie weich wie Kaschmir und leitet Feuchtigkeit hervorragend ab. Wolle speichert zudem keine Feuchtigkeit, sodass Sie sie tagelang tragen können, ohne sich Sorgen um Gerüche machen zu müssen.
Nylon: Ripstop-Nylon ist ideal als äußere Schicht, da es reißfest und extrem langlebig ist. Viele Hersteller kombinieren Nylon in den Außenschichten mit Polyester, um Feuchtigkeitstransport und Windschutz zu gewährleisten.
Fleece: Fleece aus Polyester ist seit langem ein Favorit bei Outdoor-Fans, da es keine Flüssigkeit speichert und isolierende Eigenschaften besitzt.
Polyester: Als Champion im Feuchtigkeitstransport und Windschutz war Polyester ein Standard, bevor man bessere Methoden zur Verarbeitung von Wolle fand. Polyester eignet sich aus diesen Gründen gut als Basisschicht und ist meist günstiger erhältlich.
Daunen: Daunenjacken sind bei feuchtem Wetter nicht ideal, halten aber bei Kälte hervorragend warm. Sie lassen sich leicht verstauen und nehmen in Ihrem Reisetasche kaum Platz weg. Sobald sie jedoch feucht werden, verklumpen die Federn und verlieren ihre Funktion.
Synthetik: Als Alternative zu Daunen ist Synthetik eine gute Wahl. Diese Materialien sind hydrophob, verlieren also auch im nassen Zustand nicht ihre Wärmeleistung und trocknen bei Regen schnell.
Wie man Wanderkleidung richtig schichtet
Das Zwiebelprinzip ist die Grundlage für einen komfortablen Wandertag. Hier sind einige Grundlagen zum Schichten, damit Sie wissen, was Sie beim Wandern tragen sollten.

Unterwäsche / BH: Beginnen Sie mit Unterwäsche und BHs aus Synthetik oder Wolle. Als erste Schicht sollte das Kleidungsstück, das direkt auf der Haut liegt, Feuchtigkeit von empfindlichen Bereichen ableiten.
Basisschichten: Bei Wanderungen in gemäßigten Klimazonen benötigen Sie eventuell keine Basisschicht. Die Basisschicht ist die Lage, die am nächsten an der Haut liegt (abgesehen von der Unterwäsche). Bei kaltem Wetter hilft eine Schicht aus Merinowolle an Beinen und Armen, Schweiß abzuleiten und die Temperatur zu regulieren.
Isolierung: Sobald Sie die Temperatur reguliert und Feuchtigkeit vom Körper weggeleitet haben, möchten Sie die Wärme speichern. Ähnlich wie bei der Isolierung eines Hauses: Wenn Sie es aufheizen, aber die Wärme nicht halten können, wird Ihnen schnell kalt. Daunen und synthetische Stoffe helfen dabei, die Wärme am Körper zu halten.
Außenschicht: Es gibt zwei Arten von Außenschichten: Softshell und Hardshell. Softshells bestehen aus flexibleren Stoffen für maximale Bewegungsfreiheit. Sie sind wind- und wasserabweisend, halten aber bei starkem Regen möglicherweise nicht dicht. Hardshell-Schichten werden meist mit Gore-Tex-Technologie hergestellt und sind 100 % wind- und wasserdicht. Sie sind ideal, um die erzeugte Wärme zu speichern.
Wie wählt man die richtigen Wanderschuhe aus?
Früher war es einfach, ein Paar Wanderschuhe zu wählen, doch heute bieten Outdoor-Läden eine riesige Auswahl an Stiefeln, Schuhen und Sandalen. Wie treffen Sie die richtige Wahl?

Traditionelle Wanderstiefel: Knöchelhohe Stiefel mit dicker Sohle sind die klassische Wahl vieler Wanderer. Sie sind robust und schützen die Knöchel auf schwierigem Gelände wie Geröll, Felsfeldern oder bei Baumwurzeln. Wasserdichte Wanderstiefel sind weniger atmungsaktiv, lohnen sich aber bei feuchten Bedingungen. Netz-Wanderstiefel sind besser für Sommerwanderungen, da sie Luft an die Füße lassen und diese kühlen.
Wanderschuhe: Wanderschuhe gewinnen an Beliebtheit, besonders wenn das Gewicht eine Rolle spielt und Sie sich keine Sorgen um die Knöchelstabilität machen müssen. Eine gute Option für kürzere Wanderungen, bei denen Ermüdung kein Faktor ist.
Wandersandalen: Ursprünglich für das Camp oder Flussüberquerungen gedacht, werden Wandersandalen heute auch für Outdoor-Ausflüge und den Alltag genutzt. Sie verfügen über ein griffiges Profil für schwieriges Gelände und lassen sich sicher festziehen.
Trailrunning-Schuhe: Die weniger traditionellen, aber immer beliebteren Trailrunning-Schuhe werden für viele Wanderer zur ersten Wahl. Einige Modelle bieten ein starkes Profil für jedes Gelände und belasten die Füße nicht. Sie bieten weniger Halt, daher ist bei schwerem Rucksack ein Wanderschuh oft die bessere Wahl.
Empfehlungen für Wander-Oberteile
Diese oberen Schichten erfüllen unterschiedliche Zwecke. Wählen Sie daher je nach Aktivitätsniveau oder Ziel sorgfältig aus, was Sie tragen möchten.
T-Shirts mit kurzen Ärmeln: Eine hervorragende Wahl für Wanderungen im späten Frühling, Sommer und frühen Herbst. Wenn Sie tagsüber unterwegs sind, wählen Sie ein T-Shirt aus Wolle oder Polyester.
Sweatshirt: Diese Sweatshirts leiten Feuchtigkeit ab und regulieren die Temperatur. Sie können auch Modelle aus leichtem Stoff tragen, um sich vor der Sonne zu schützen und gleichzeitig kühl zu bleiben.
Fleece- / Synthetik- / Daunenpullover: Viele Outdoor-Marken bieten mittlerweile Pullover als zusätzliche Schicht an, um Sie bei kühleren Wanderungen warm zu halten.
Empfehlungen für Wander-Hosen
Einige zusätzliche Überlegungen zu den Hosen, die man beim Wandern tragen sollte. Auf welchem Gelände wandern Sie? Wenn Sie mit Giftefeu in Kontakt kommen könnten, sollten Sie eine Hose tragen, auch bei wärmerem Klima.

Wander-Shorts: Wander-Shorts sind perfekt, um sich schnell in der Natur zu bewegen, und bestehen aus einem Stoff, der Wärme ableitet und Sie schützt.
Wanderhosen: Schnell trocknende Stoffe sind die Regel Nr. 1 für eine effektive Wanderhose. Cargo-Hosen sind sehr beliebt, da Wanderer gerne viele Taschen haben, um ihre Ausrüstung zu verstauen.
Leggings: Leggings bieten viel Flexibilität, sollten aber vermieden werden, wenn Sie durch dichtes Unterholz wandern. Die meisten sind nicht für raue Umgebungen ausgelegt.
Wanderzubehör
Einige zusätzliche Accessoires können Ihre Wanderung von komfortabel zu luxuriös machen. Hier sind unsere Empfehlungen.

Sonnenbrille: Besonders nützlich bei der Überquerung von Schneefeldern oder an sonnigen Sommertagen. Schützen Sie Ihre Augen und genießen Sie die Aussicht! Vergessen Sie nicht das Etui, um Ihre Brille zu schützen, falls Sie sie im Rucksack verstauen müssen.
Sturmfeuerzeug: Feuer ist eines der nützlichsten Elemente beim Wandern, besonders wenn man unter freiem Himmel schläft und eine warme Mahlzeit zubereiten möchte. Ein Sturmfeuerzeug ist aufgrund seiner Robustheit und der Eigenschaft, bei jedem Wetter zu brennen, am besten geeignet. Sie finden diese leicht im Briquet Tek Shop.
Hut: Hüte sind nützlich, um die Sonne aus den Augen zu halten und empfindliche Bereiche wie Ohren, Nacken und Haaransatz vor Sonnenstrahlen zu schützen.
Gamaschen: Halten Sie Schmutz, Schlamm, Kletten und Stöcke mit Gamaschen aus Ihren Schuhen fern. Gamaschen lassen sich leicht an Wanderschuhen befestigen und sind auch in Gore-Tex-Ausführung für nasse und regnerische Bedingungen erhältlich.
Anti-Rutsch-Spikes: Diese Spikes verändern alles, wenn Sie auf festem Schnee oder Eis wandern. Es gibt verschiedene Versionen je nach Gelände. Wenn Sie nicht in Steigeisen investieren möchten, reicht ein Paar Spikes meist völlig aus.
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